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Naturphilosophie Artikel
Buch-Tipp: Der Spiegel der Natur: Eine Kritik der Philosophie. Eine gelungene Analyse der Philosophie Die zentrale Aussage des Buches ‚Der Spiegel der Natur' ist die Idee des Fortschritts in der Philosophie, der nicht durch Neuinterpretationen alter Begriffe und ihrer Bedeutungen gegeben ist, sondern durch die Entwicklung neuer Begriffe und Thesen. Richard Rorty klärt über die verschiedenen Epochen von... | |
Die Naturphilosophie des antiken Griechenland gilt als der Vorläufer der modernen Naturwissenschaften. Die ersten Naturphilosophen werden zu den Vorsokratikern gezählt. Wichtige klassische Naturphilosophen sind Thales, Aristoteles und Plinius der Ältere.
Die Naturphilosophen beschäftigten sich mit Fragen nachdem Ursprung der Welt und suchten zu verstehen, nach welchen Prinzipien Vorgänge in der Natur ablaufen.
Bei der Erklärung der Naturerscheinungen gingen die ionischen Philosophen von der Annahme eines einheitlichen materiellen Prinzips, eines gemeinsamen Urgrundes (arché) aus. Als dieses Arché betrachteten sie das Wasser (bei Thales), das Apeiron (bei Anaximander) oder die Luft (bei Anaximenes).
Viele antike Naturphilosophen verfassten ein Werk mit dem Titel "Über die Natur" (Peri physeos). Die Naturphilosophie beschäftigte sich insbesondere mit Mathematik, Astronomie, Physik, Technik, Geographie, Medizin, Botanik und Zoologie.
Buch-Tipp: Dialoge. Merk-Würdiges philosphisches Traktat! Unterschätzt! In Dialogform diskutieren zwei Protagonisten über philosophische Gebiete aus dem Bereich Philosophie des Geistes bis hin zu ethischen und gesselschaftspolitischen Überlegungen. Extrem spannend, wie Lem ohne sich in dem Austausch mit anderen zu befinden, viele Konzepte und Ideen antizipierte. Nicht... |
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Auch die moderne Naturphilosophie behandelt, was die Natur ist, und hat dabei immer den Bezug zur Gesamtwirklichkeit in dem Blick. Weil sie die Weltordnung bzw. das Weltall behandelt, heißt sie auch Kosmologie. Wichtige Naturphilosophen in der Renaissans- und Barockzeit sind Copernicus, Giordano Bruno, Johannes Kepler und Isaac Newton.
In der Naturphilosphie gilt zunächst zu klären, was mit dem Begriff Natur gemeint wird. Teilweise wird „Natur" synonym mit „Wesen" benutzt. In diesem Sinne bedeutet Natur dann die Wesensart jedes Seienden, Absichtt jedoch vor allem auf das Dynamische, das innere Prinzip des Wirkens, etwa der Bewegung. In dem Rahmen der Natur-philosophie meint Natur dagegen zunächst die auf die Geburt zurückgehende Eigenart des Lebendigen. (Der Begriff „Natur" stammt sprachlich vom lat. natura, dem das griech. physis entspricht. Beides deutet auf geboren werden bzw. entstehen hin.)
In einem allgemeineren Sinn, der für die Naturphilosophie in dem Vordergrund steht, versteht man unter Natur die Gesamtheit aller sich entfaltenden bzw. verändernden Wesen. Anders ausgedrückt kann man sagen, dass sich die Naturphilosophie mit dem raum-zeitlich Seienden beschäftigt. Damit ist die Natur schon einmal deutlich vom Übernatürlichen unterschieden. Weiter wird Natur jedoch in dem allgemeinen auch gegenüber Geist und gegenüber Kultur abgegrenzt. Obwohl auch der Mensch ein sich durch Raum und Zeit bewegendes Wesen ist und in den Bereich der Natur hinabreicht, ist er doch wesentlich durch seinen immateriellen Geist bestimmt. Aus diesem Grunde wird der Mensch nicht in dem Rahmen der Naturphilosophie, sondern in einem eigenen Teilgebiet der Philosophie, nämlich der Anthropologie, behandelt. Der Begriff Natur kann darüber hinaus das ursprünglich von Gott Geschaffene in dem Gegensatz zum durch die menschliche Kultur (und damit etwa durch die Technik) Hervorgebrachten meinen.
Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling, ein Denker des deutschen Idealismus, entwarf zuerst einen Parallismus zwischen Natur und Geist, doch weiter behauptete er, dass die Naturphilosophie grundsätzlicher sei als die Transzendentalphilosophie. Dagegen galt für Johann Gottlieb Fichte die Natur als kein eigentlicher Gegenstand der Philosophie.
Buch-Tipp: Die Stellung des Menschen im Kosmos. Neuer Ansatz in der philosophischen Anthropologie Diesem äußerlich unscheinbaren aber geistesgeschichtlich wichtigen Büchlein liegt ein mehrstündiger mündlicher Vortrag zugrunde, den Max Scheler gegen Ende der 1920er-Jahre auf einer Konferenz gehalten hat. Das Vortragsmanuskript wurde dann redaktionell bearbeitet und ca. wenige Jahre später... |
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Von seiten vieler Naturwissenschaftler heißt es, die Naturphilosophie sei nicht (mehr) nötig bzw. sinnvoll, da die modernen Naturwissenschaften ihre Rolle übernommen hätten. „Viele Naturwissenschaftler – auch hier gibt es wieder Ausnahmen – glauben [...], dass jeder Aspekt des Lebens und der Natur letztlich in ausschließlich naturwissenschaftlichen Begriffen erklärt werden kann." (Weizenbaum)
Dagegen läßt sich philosophisch zeigen, dass die Wirklichkeit nicht rein naturwissenschaftlich, also auch das „Buch der Natur" nicht rein naturwissenschaftlich-mathematisch zu verstehen ist. Während sich das Materialobjekt von Naturwissenschaft und Naturphilosophie größtenteils deckt, zeigt das Formalobjekt deutlich die Unterschiede. Die Naturwissenschaften behandeln nicht die Natur als solche, sondern erforschen – vor allem mit Hilfe von Beobachtung und Experiment – die Gesetzmäßigkeiten der Naturvorgänge. Die Naturphilosophie dagegen arbeitet auf einer höheren Abstraktionsstufe, indem sie bis zu dem innersten Wesen sowie den Bedingungen der Möglichkeit des Natürlichen aufsteigt. Naturphilosophie bedeutet eine Rückführung auf allgemeinste Prinzipien und damit eine ausdrückliche Bindung an die Metaphysik.
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Die Philosophie der Natur ist nicht zu verwechseln mit Philosophie der Wissenschaften von der Natur, also der Philosophie der Naturwissenschaften.
Man kann die Naturphilosophie in die Behandlung der belebten und der unbelebten Natur unterteilen. ==Literatur==
- ...==Weblinks==
- ...==Siehe auch==
Natur, Philosophie
Schelling: http://www.uni-kassel.de/~schmiedk/Schelling.htm
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